Aufgaben des Tempel- und Brückenbaus im Sozialen

Tempel- und Brückenbau im Sozialen

Zu den Aufgaben von Anthroposophie und Dreigliederung im 21. Jahrhundert
Richtkräfte für die Zukunft

18. - 21. Mai 2014

David Newbatt, Szenen aus Goethes Märchen von der schönen Lilie und der grünen Schlange

 
Mit den Bildern von Tempel und Brücke (sie stammen aus Goethes „Das Märchen“) sind Aufgaben angesprochen, die uns besonders im Übergang zum 21. Jahrhundert – oder wie der Dichter es sagt: ins neue Jahrtausend hinüber – gestellt sind. Diesen beiden „Real-Symbolen“ kann etwas abgelauscht werden, was mit den Grundlagen für alle weitere Entwicklung des Menschen zu tun hat. Für die Entwicklung als Individuum und für die unseres Erden-Schauplatzes als zu gestaltetender „sozialer Organismus“.
Vor 100 Jahren – als zwischen 1914 und 1918 die Welt in den Krieg zog – zeigte sich, dass weder die geistigen Brücken noch die Fundamente der sozialen Architektur schon stark genug gewesen waren, um – in einer Zeit, wo die Menschheit begonnen hat, für ihr soziales Leben selbst verantwortlich zu sein – den Frieden zu bewahren: 
„Man reicht aus, ohne daß man Ideen hat, in Zeiten von Revolutionen und Kriegen, man kann aber nicht ausreichen ohne Ideen in Zeiten des Friedens; denn werden die Ideen in Zeiten des Friedens rar, dann müssen Zeiten von Revolutionen und von Kriegen kommen.“ Dieser Gedanke, so Rudolf Steiner, könne – indem er einen „inneren spirituellen Zusammenhang“ zum Ausdruck bringt – eine „Richtkraft für soziales Denken in der Zukunft“ sein. „Und alle Deklamationen über den Frieden nützen nichts“, wenn man sich nicht bemüht,  „gerade in Friedenszeiten Ideen zu haben. Und sollen es soziale Ideen sein, so müssen sie sogar von jenseits der Schwelle herrühren.“ (Vortrag vom 24. 11. 1918, GA 185a)
Wie schlagen wir die Brücke zu den notwendigen Ideen, um den Tempel einer Welt zu bauen, in der West, Ost und Mitte in sich ergänzender Weise zusammenarbeiten, um die Menschheits-Kultur – auf einem demokratischen Fundament, geistig sich gegenseitig befruchtend, brüderlich miteinander wirtschaftend und von einem Geldwesen getragen, von dem alle Macht abgefallen ist – von den Niedergangskräften zu einem neuen Aufstieg zu führen?  (Vgl. Rudolf Steiner, Vortrag vom 10. 10. 1919, GA 191)
 


Diese Fragen, die die "Achberger Arbeit" in allem durchpulsen, sollen bei dieser Tagung unter einem besonderen, mehr innerlichen Blick, betrachtet werden. Es ist diese Tagung zugleich die erste, die wir im Rahmen der  ››› Stiftung für Geisteswisssenschaft und Dreigliederungsforschung e.V. (unterstützt vom Internationalen Kulturzentrum Achberg) veranstalten.  

Die Tagung beginnt am Sonntag um 20h.

Am Mittwoch, den 21. Mai findet um 20h zum Abschluss ein Europa-Konzert mit öffentlichem Vortrag zum Thema Europa statt:

Lea Patzelt singt, am Klavier begleitet von Hans Vogel, folgende Lieder:
 
Voi che sapete v. W. A. Mozart
"Warnung"  v. W. A. Mozart
"Welt du kannst mir nicht gefallen" aus dem Waffenschmied, Albert Lortzing
Das verlassene Mägdlein, Hugo Wolf
"Sally garden", irisches Volkslied
"Ana halach", jiddisches Volkslied
Waldweibermoor, schwedisches Volkslied
Ashia pojedu, tschechisches Volkslied
"Mula" franz. Volkslied
"La Cuccaracha" span. Volkslied
 
Das Konzert umrahmt den Vortrag 

"Die Zukunft Europas zwischen West und Ost"

von Gerhard Schuster (Achberg und Wien)


 
Für die Tagungsvorbereitung verantwortlich: Gerhard Schuster


>> Anmeldung (auf der Webseite des Humboldt-Hauses) 

Kosten inklusive Tagungsgebühr und Vollpension pro Tag bzw. Übernachtung

Einzelzimmer: € 60.- | Doppelzimmer: € 50.- | Mehrbettenraum: € 40.- | Zelt: € 35.-

Nur Vollpension ohne Übernachtung: € 24.-

Bei Buchung ohne Unterkunft oder Verpflegung, Tagungspauschale : € 10.-

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